Donnerstag, 8. Dezember 2022

Letzte Etappe Akaroa nach Christchurch

Natürlich durfte in Akaroa die Fahrt auf der Bergkrete oben (Tourist Route) nicht fehlen, von wo man einen phantastischen Überblick in den kollabierten Vulkan und das Meer auf einer Höhe von über 400 m geniessen kann. Im kleinen, touristischen Dörfchen Akaroa trafen wir einen Postboten auf einem e-Scooter. Ich sprach die Pöstlerin an und erwähnte, dass ich auch so was ähnliches in der Schweiz habe. Wir fachsimpelten kurz über Fahrleistung etc. und dann stellte sich heraus, dass sie eine ausgewanderte Deutsche ist, die schon seit 13 Jahren in NZ lebt und glücklich ist hier.
Tags darauf fuhren wir Richtung Christchurch mit einem Zwischenstopp im nahen Lyttleton, dem Tiefseehafen von Christchurch, ebenfalls in einem kollabierten Vulkan. Von diesem Ort aus mussten die ersten britischen Einwanderer ab 1850 über die Bergkrete (460 Meter hoch und ohne Strasse) kraxeln um nach Christchurch und ins Hinterland zu gelangen. Muss mühsam gewesen sein! Wir haben im Vorfeld dieser Reise die aufwühlende Lebensgeschichte der Einwandererin Gwyneira Silkam gelesen, wo u.a. dieser Aufstieg mehrfach beschrieben wird. Buchtitel „Das Land der weissen Wolke“ von Sarah Lark.
Hier war auch das Epizentrum des verheerenden Erdbebens (7.1 Richterskala) von 2010 resp. 2011, das das Zentrum vom Christchurch beinahe vollständig zerstörte.Wir waren ja 2012 das erste Mal hier und die Fortschritte im Wiederaufbau sind beachtlich. Wo früher nur Container standen für die Läden, hat es wieder schöne Einkaufsstrassen und viele zerstörte Kirchen und Gebäude sind renoviert worden. Aber es bleibt noch viel zu tun!

DIES IST NACH GEFAHRENEN 4’000 KM DER LETZTE EINTRAG IN UNSER TAGEBUCH - AB MORGEN GEHT ES WIEDER RICHTUNG HEIMAT ZURÜCK. NEUSEELAND IST EIN PHANTASTISCHES LAND ZUM BEREISEN UND DIE LEUTE SIND MEGA NETT, FREUNDLICH UND ZUVORKOMMEND. 























Montag, 5. Dezember 2022

Weg nach Akaroa (Christchurch)

Beim Verlassen von Dunedin Richtung Norden hielten wir noch kurz an der Baldwin Street, der weltweit steilsten Strasse. Die max. Steigung beträgt 34.8% auf einem 350 Meter langen Teilstück der Strasse, was wir beim „Erklimmen“gemerkt haben. Erstaunlich war auch, wieviele Touris sich das ansehen wollten, einige haben sogar ein Rennen aufwärts (wer ist der schnellste?) gemacht. Nichts für uns! 
Weiter auf dem Weg machten wir Halt bei den bekannten „Moeraki Boulders“, wo man kugelförmige Felsen im Strand bestaunen kann. Die Dinger wiegen mehrer Tonnen und sind bis 2 m hoch. Die Steine sind anscheinend seit über 65 Mio Jahren dort und sind eine Laune der Natur.
 Nächster Stopp war in Oamaru, wo man durch die bekannte Harbrour-Street mit originellen Läder, Cafes und Küstlerateliers bummeln kann. Auch einige sehr spezielle Locals haben wir angetroffen, die sich tatsächlich im Victorianischen Look gekleidet haben.
Nun sind wir in der Nähe von Christchurch in Akaroa angekommen, einem unserer Lieblingsplätze der Südinsel. Der Campingplatz von Akaroa liegt an einem fantastischen Ort mit Sicht in einen kollabierten Vulkan, wo nun das Meer eindringt. Das Städtchen liegt gut geschützt an der Innenseite des Vulkans, einzig das Wetter sollte noch etwas sonniger und wärmer werden.








































Samstag, 3. Dezember 2022

Dunedin + Otago Peninsula

Von den Catlins fuhren wir in nördlicher Richtung nach Dunedin an der Ostküste. Hier befindet sich die älteste Universität (seit 1869), gebaut wie vieles in der Stadt im Stil der schottischen Neogotik. Lebkuchenarchitektur mit roten Ziegeln und weissen Giebelbögen dominieren dabei. Der Besuch im „Royal Albatross Centre“ auf der nahegelegenen Otago Halbinsel war fest in unserem Programm. Dieses Zentrum dient der Förderung der einzigen Festland Albatross Population weltweit und dieser tollen Tiere im Allgemeinen. Diese Vögel sind über mehrere Jahre in der Luft und kommen nur zum Brüten an Land. Die Königsalbatrosse legen über Meer Strecken von bis zu 1000 km am Tag zurück und haben eine Spannweite von mehr als 3 Meter.
An der Allen Beach auf Otago konnten wir Seelöwen live und in Freiheit erleben. Ein riesiger Bulle sonnte sich im feinen Sandstrand regungslos. Dann kam eine Seelöwen Dame aus dem Meer gestiegen und robbte zu ihm hin. Siehe da, da erwachte  auch der Bulle zum Leben. Er hob den Kopf und beschnupperte sie interessiert. Die Seelöwen Dame hatte aber schnell genug gesehen (oder gerochen?) und machte sich umgehend wieder auf ins Meer. Und der Bulle? Er legt seinen 400 kg Körper wieder hin und schlief weiter. 
































Freitag, 2. Dezember 2022

Welcome to The Catlins

Von Te Anau (Milford Sound) fuhren wir in südlicher Richtung, so südlich bis es nicht mehr weiter ging. Zur Südspitze der Südinsel von Neuseeland. Dort ist man dem Südpol bereits näher als dem Äquator. Der Kleidung nach kann man unschwer ablesen, dass es trotz recht gutem Wetter kalt und sehr windig war. Dieser Slope Point liegt in der Gegend der sogenannten „Catlins“ Mountains, einer meernahen, sehr naturbelassenen Gegend mit wenig Bewohnern und noch weniger Touristen. Man sagt, die Reise dorthin sei noch ein „Geheimtipp“ und für Naturliebhaber ein Muss. In der Curio Bay konnten wir unseren Camper auf den Klippen aufstellen und der tosenden See zuhören. Diese Bay beherbergt auch Pinguine und man kann versteinerte Bäume bestaunen, die dort vor 170 Mio Jahren gestanden sind. Das erstaunliche ist, auf den ersten Blick sehen sie aus wie Bäume die auf dem Boden liegen, sie sind aber steinhart - eben versteinert.
Tags darauf haben wir einen bekannten Wasserfall die „Purakauni Falls“ besichtigt, Mitten im ursprünglichen Regenwald. In der Nähe liegt auch der „Nugget Point“ wo seit 1869 ein Leutturm in einer spektakulären Küstengegend steht.

Mehr Infos für Interessierte:  The Catlins